đŸ“ș Willy Wimmer: Man braucht ARD und ZDF nicht zu sehen đŸ˜ŽđŸ‘Ž

Nein, Willy Wimmer ist kein Fußballspieler (das ist der “Hacki”). Willy Wimmer ist ein CDU-Urgestein und ehem. parlamentarischer Staatssekretar beim Bundesminister der Verteidigung. Er saß lange Jahrzehnte im Deutschen Bundestag und ist ĂŒbrigens von Hause aus Jurist. Der völkerrechtswidrige Krieg gegen den Vielvölkerstaat Jugoslawien hat ihn von Partei und Fraktion entfremdet. Heute hört man ihn in öffentlichen Statements regelmĂ€ssig die HĂ€nde ĂŒber dem Kopf zusammenschlagen, etwa ĂŒber die Merkel’sche Euro-Rettungspolitik, die gefĂ€hrliche Sanktions- und Ausgrenzungspolitik gegenĂŒber Rußland oder in der Migrations-Krise. Diese entschiedene Haltung ist vermutlich auch der Grund dafĂŒr, warum Wimmer im ÖRR nicht mehr vorkommt.

ARD, ZDF & Co. greifen, so empfinde ich das, durch ihre Beitragsforderungen ungerechtfertigt in eine gewachsene und gefestige Informationsroutine ein (Stichworte: negative und positive Informationsfreiheit). In einem Interview aus 2014 bei “KenFM im GesprĂ€ch” fĂŒhrt Wimmer kurz und knapp und m. E. mustergĂŒltig aus, warum man ARD und ZDF nicht braucht (ganz am Ende, ab 01:16:00):

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In die Verantwortung nehmen oder steuerfinanzierter goldener Handschlag fĂŒr gescheiterte politische Leader?

Die politischen Leader im deutschen Parteienstaat können bislang auch nach rekurrentem verantwortungs- und erfolgslosem politischen Handeln damit rechnen, dass ihnen der politische Ruhestand steuerfinaziert vergoldet wird – persönlich haftende Konsequenzen mĂŒssen sie dahingegen in aller Regel nicht gewĂ€rtigen.

Der politischen Kultur ist mit einer solchen Praxis nicht gedient. Der SouverĂ€n – das Volk – verkauft sich unter Wert. Es mag sich deshalb verlohnen, einmal ĂŒber “politische Verantwortung” – die mehr als nur ein unverbindliches Lippenbekenntnis ist – nachzusinnen. Dies hat streng innerhalb der Rechtsordnung und nach dem Gleichheitssatz ius respicit aequitatem zu erfolgen.

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Witzige Wahlplakate – Don’t Vote!

In zwei BundeslÀndern finden im Mai 2017 Landtagswahlen statt. Das Wahlkampfgetöse gibt uns schon einen unangenehmen Vorgeschmack auf die im September 2017 anstehenden Bundestagswahlen.

In diesem Video nun wird durch die Analyse der Aussagen einiger Wahlplakate vordemonstriert, dass diese i. d. R. eine GeringsschÀtzung mittlere Intelligenz bedeuten und als Reminder noch einmal die grundsÀtzliche Kritik am Parteienstaat formuliert.

Mir fĂ€llt jetzt auf, das die Freibier-FĂŒr-Alle-Partei “Die Linke” in dem Video nicht vorkommt. Ich habe die einfach vergessen. Sie hĂ€tte aber natĂŒrlich prominent ihren Platz unter der 3. Kategorie gehabt: politische Forderungen, die den Steuerzahler noch mehr Geld kosten.

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Ultima Ratio: kein Politiker und keine Partei

Zwei Grandseigneurs des deutschen politischen GeschĂ€fts, in ihren 70ern, sitzen im Rahmen einer großartigen Konversation zusammen: Alrecht MĂŒller und Willy Wimmer. Der gebogene Holztisch an dem sie sitzen mag an den Buchtitel “Krummes Holz – Aufrechter Gang” bei Gollwitzer erinnern, der wiederum an Kant und Bloch gemahnt.

MĂŒller und Wimmer fĂŒhren ein KrisengesprĂ€ch. Sie waren aktiv fĂŒr die beiden “großen” Parteien in Deutschland (SPD und CDU). Formal gehören sie diesen politischen Vereinen wohl noch an. Material haben sie sich unĂŒberhörbar davon entfremdet. Im Alter sind sie engagierter denn je. MĂŒller mit seinen Nachdenkseiten als einer der Pioniere einer Gegenöffentlichkeit in Deutschland und Wimmer als prominenter Kritiker des politischen Kurses des Merkel-Regimes. Beide warnen eindringlich vor dem expansiven und agressiven Kurs der NATO nach der Wiedervereinigung und der Gefahr eines offenen Konflikts mit Rußland.

Zum Ende dieser lohnenden Konversation hin dann ein ernĂŒchterndes Fazit zur politischen Situation in Deutschland: die parlamentarischen KrĂ€fte sind gleichgeschaltet; innerhalb des politischen Systems ist strukturell und personell keine VerĂ€nderung in Sicht – msm und Auftragsforschung spielen mit.

“Die etablierten Strukturen sind so fest gefĂŒgt und eingemeißelt, dass wir es mit denen nicht schaffen.”

Albrecht MĂŒller

“Wenn wir uns im Lande umsehen, dann stellen wir schon fest, dass […] eine der verbliebenen Chancen, sich zu bewegen, das Netz ist. Und das Netz kann abgeschaltet werden. Und die Frage ist, wann die MĂ€chtigen diesen Weg gehen. Denn ist Deutschland nur noch totalitĂ€r.”

Willy Wimmer

Es ist hohe Zeit, noch einmal ĂŒber die Kampagne #TrustYourself nachzudenken – und Zeit ist, wie wir hören, ein knappes Gut.

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Gesellschaftliche VerĂ€nderung durch systemisches Verstehen

Das Land sieht sich vor Schicksalsfragen gestellt, wÀhrend dem SouverÀn weiterhin Parteien und deren ReprÀsentanten als die Lösung vorgespiegelt werden. Dabei sind die Parteien und die Berufspolitiker gerade das Problem und können nicht die Lösung sein.

Personalisierte Betrachtungen im politischen Feld sind deutlicher Ausdruck dafĂŒr, dass der Betrachter den kognitiven Kinderschuhen noch nicht entstiegen ist. Dabei tut ein systemisches Verstehen und ein Ausbrechen aus der fatalen Programmierung des politischen Systems Not.

Es liegt an jedem Einzelnen, seine Denkweise zu hinterfragen und nicht auf die durchschaubaren und altbackenen TĂ€uschungen der politischen Parteien hereinzufallen.

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